an der Schwelle des Bewusstseins...

                    ... persönliche Gedanken und Hintergrund meines Wirkens

Seit vielen Jahren hören wir vom „Bewußtseinswandel“, von „Wendezeit“ oder auch anderen Begriffen…
Jetzt spüren wir ihn - in ganz unterschiedlicher Weise…:
Wir beobachten wie sich Systeme, Institutionen, Strukturen, in bloßer Selbterhaltung pervertieren (dem „Inhalt“, dem Leben nicht mehr dienlich sind); wir oder etwas in uns ist zu tiefst erschöpft (wird manchmal „burn-out“ genannt); was uns lange Sinn und Inhalt war bröselt, ist uns entschwunden, fühlt sich leer an;
Halt-gebendes bricht auf…
                           … wo ist der neue Boden?
Wir können es gar nicht greifen, nicht verstehen aber irgendwas läuft unrund, macht uns Angst
die gewohnte Art zu denken funktioniert einfach nicht mehr
unser Körper zeigt sonderbare Symptome …

Wir stehen im wahrsten Wortsinn an (und alleine uns dies wirklich einzugestehen wirkt!),
stehen an/vor der Wand an der sich Wand_el vollziehen mag.

Dann ist es hilfreich zu erinnern…
dass wir als Menschen Bewusstseinsträger sind, durchschwungen von einem sich entwickelnden Bewusstseinsstrom, aus dem wir in keinem Moment „herausfallen“ können. Wir können eine bestimmte manifestierte Form verlieren, das ja, aber niemals das Bewusstsein [auch wenn es manchmal sehr den Anschein danach hat  ;-)]

Im Sinne einer inneren Orientierung ist es hilfreich zu sehen, welche Stufen wir bereits durchlaufen haben bzw. besser: über/durch uns bereits entwickelt wurden (*). An der Schwelle zu einem neuen Bewusstsein (wir können es das integrale nennen), bricht die Dichte unserer (mentalen) Welt auf, wird durchlässiger… (wir beobachten und spüren o.g. Phänomene)

In dieser Verunsicherung ist die Versuchung groß, auf Gewohntes zurückzugreifen, sich sozusagen „umzudrehen“ und im Archiv des bereits Erlebten zu kramen - auf der Suche nach etwas Brauchbarem… oder unseren Mental- oder physischen Körper mit letzter Kraft und Bemühung „fester zu zurren“, um Veränderungen Stand zu halten.

Just relax…!   ist angesagt oder „die Methode Ihrer Wahl“ (was ich jetzt oft höre, als ginge es um anzuwendende Methoden!)

Die Meister der Anden sprechen vom „solaren Bewusstsein“. Wir bekommen direkten Zugang zur großen Wissensquelle (Intuition); erkennen unsere Fähigkeiten des realitätsgestaltenden Denkens (Imagination).
„Müssen“, „Pflichterfüllung“ und „Anstrengung“ helfen uns da nicht weiter.
Es geht um ein völlig neues Selbst- und Weltverständnis:
z.B. unser Denken vielmehr als einen Sinn, ein „Sinnesorgan“ zu verstehen…;
uns unserem Körper zuzuwenden, nicht um ihn (her- oder hin-)zu„richten“ sondern seine Weisheit und Ent-Wicklung zu hören und zu bejahen…

Oft ist das, was wir für neu halten „alter Wein in neuen Schläuchen“.
Lasst uns den Mut haben genau hinzuschmecken...
Das ist wohl die wichtigste Leistung (**) dieser Tage!

                                work in process...

(*) Wir können es das archaische, magische, mythische und mentale Bewusstsein nennen.
Das Werk Jean Gebsers (seine Hauptschriften sind „Ursprung und Gegenwart“ und „Abendländische Wandlung“) gibt uns genialen Einblick in diese Bewusstseinswelten.
(**) Leistung der Bewusstmachung / -werdung, „leisten“ im ursprünglichen Wortsinn: eine(r) Fährte (ver)folgen